Wissenswertes rund ums Auge

Oberlidkorrektur: Gut sehen und gut aussehen

Die Augenpartie bestimmt maßgeblich, wie wir von anderen wahrgenommen werden. Erschlaffte, hängende Oberlider verleihen dem Gesicht einen traurigen, müden Ausdruck. Zusätzlich können diese Veränderungen das Sichtfeld einschränken und durch Kopfschmerzsymptome zu einem medizinischen Problem werden. Eine Oberlidkorrektur kann helfen.

Der Prozess des Älterwerdens zeigt sich an der dünnen Lidhaut besonders deutlich. Ursache für die allmähliche Veränderung ist die Erschlaffung der kollagenen Fasern im Gewebe. Dadurch verliert die Haut ihre Spannkraft und die Elastizität des Lidhebermuskels lässt nach. Die Lidfurche rutscht nach unten und schiebt die Haut auf die Lidkante; manchmal sogar noch darüber hinaus. Gleichzeitig drückt sich das Fettgewebe der Augenhöhle nach außen und sorgt für eine unschöne Auswölbung der Lidhaut.

Was passiert bei der Oberlidkorrektur?
Mit modernen OP-Konzepten können Spezialisten die Uhr um viele Jahre zurückdrehen. Nach genauer Planung werden die Haut- Fettüberschüsse entfernt. Je nach individueller Situation wird außerdem die Muskulatur wieder gestrafft. Die dazu erforderlichen Hautschnitte werden sichelförmig in der Mitte des Oberlides angelegt. Nach der OP werden die Wundränder mit feinen Nähten verschlossen und mit kleinen Pflastern geschützt. Für einige Stunden wird evtl. ein kühlender Verband angelegt. Die Naht liegt in der Lidfalte, so dass die spätere Narbe praktisch unsichtbar ist.

Der Lasereinsatz bei der Oberlidkorrektur
Statt des klassischen Skalpells verwenden manche Ärzte bei der Oberlidkorrektur ein Laser- oder ein Radiofrequenz-Gerät. Man spricht deshalb auch von einem Laser- oder Radioskalpell. Die hochfrequente Energie durchtrennt die Haut und verschweißt dabei gleichzeitig die Blutgefäße. Die Schnitte müssen jedoch genauso genäht werden wie bei der klassischen OP-Technik.

Vollnarkose oder Lokalanästhesie?
Eine Lidkorrektur dauert nicht einmal eine Stunde. Sie wird meist ambulant in Lokalanästhesie (örtlicher Betäubung) vorgenommen. Ergänzend bekommen Patienten eine Sedierung mit einem Beruhigungsmittel, so dass sie während der Operation nur eine begrenzte Wahrnehmung haben. Besonders ängstliche oder aufgeregte Patienten können sich natürlich auch in Vollnarkose operieren lassen.

Nach der Operation
Wenn die Operation beendet ist, wird die Augenpartie mit Eis oder Pads gekühlt. Patienten werden für ein bis zwei Stunden beobachtet und können dann normalerweise mit einer Begleitperson oder im Taxi nach Hause entlassen werden. Die Sicht ist nicht beeinträchtigt, so dass man sich ganz normal bewegen und orientieren kann. Trotzdem sollte man sich für einige Tage schonen und mit Schwellungen und Blutergüssen in der Augenpartie rechnen. Eine Sonnenbrille schützt vor neugierigen Blicken. Nach etwa einer Woche werden die Fäden gezogen.

Risiken und Nebenwirkungen
Wie jede andere Operation beinhaltet die Oberlidkorrektur gewisse Komplikationsrisiken wie zum Beispiel Infektionen, Nachblutungen und Narkoserisiken. Rauchen und bestimmte Vorerkrankungen können diese Risiken erhöhen und sich nachteilig auf die Wundheilung auswirken. Im Vorfeld der Operation sollte man sich deshalb gut beraten lassen und die Fragen des Arztes gewissenhaft beantworten.

Besteht keine Gefahr für das Auge?
Lidkorrekturen sind niemals nur kosmetischer Natur, sondern bergen immer auch eine funktionelle Komponente. Die genaue Kenntnis der Lidanatomie, das Zusammenspiel der Muskeln sowie des Auges selbst ist für die Planung, die Durchführung und letztlich für das Ergebnis des Eingriffs entscheidend. Der Augenarzt der sich tagtäglich um nichts anderes kümmert als um Problematiken des Lides und des Auges, ist deshalb der erste Ansprechpartner für eine sichere und erfolgreiche Operation.

Veränderung nach der Operation
Ziel der Operation ist grundsätzlich, ein natürliches und unoperiert wirkendes Aussehen zu erreichen. Niemand soll auf Anhieb erkennen können, dass die Natur professionelle Hilfe hatte. Die Augenpartie wirkt wieder konturierter und frischer. Das Auge öffnet sich weiter und das Sichtfeld ist wieder größer. Anhand des Ausgangsbefundes und des individuellen Bindegewebszustands kann der Augenarzt im Vorgespräch ziemlich genau abschätzen, wie das Ergebnis im Einzellfall ausfallen wird.

Juni 2009