Zentren der OcuNet Gruppe in Zahlen

Per 31.12.2015 waren in der OcuNet Gruppe insgesamt 19 Intersektorale Facharztzentren und 491 unabhängige Praxen zusammen geschlossen. In den Zentren waren insgesamt 369 Fachärzte für Augenheilkunde tätig, das entspricht 6 % der ambulant tätigen Augenärzte. Die Zentren verantworten die augenmedizinische Versorgung von rund 4,8 % aller konservativen Patienten1 und 15 % der innerhalb und außerhalb von Krankenhäusern chirurgisch betreuten Patienten2.

1 BARMER GEK Arztreport 2010, Angaben des Zentralinstitutes für kassenärztliche Versorgung (ZI), eigene Berechnungen
2 Daten des statistischen Bundesamtes, Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), eigene Berechnungen

Nicht-chirurgische konservative Fallzahlen der Zentren und Praxen

In 2015 wurden rd. 5,5 Millionen Patienten in einem der Zentren oder einer der Praxen nicht-chirurgisch betreut. Der überwiegende Teil (ca. 3,6 Millionen konservative Patientenkontakte) entfiel auf die unabhängigen Praxen, ca. 1,68 Millionen Patienten wurden von den Zentren rein konservativ betreut. Der Anteil konservativ behandelter Patienten ist von 2014 auf 2015 um 10 % angewachsen.

Chirurgische Fallzahlen der Zentren

Intersektorale Facharztzentren bieten regelhaft ambulante und bei Bedarf auch stationäre Augenchirurgie über das ganze Operationsspektrum der Augenheilkunde. In 2015 wurden über 309.483 Patienten mit Eröffnung des Augeninneren (intraokular), ohne Eröffnung des Augeninneren z.B. an den Augenmuskeln (extraokular) und zur Beseitigung von Fehlsichtigkeiten (refraktiv-chirurgisch) operiert.

Aufstellung der Zentren

Die Intersektoralen Facharztentren arbeiten als Medizinische Versorgungszentren (MVZ) mit Filialen und überörtliche Berufsausübungsgemeinschaften (üBAG). Sie sind damit in der vertragsärztlichen Versorgung verankert. Die meisten Zentren kooperieren auch mit einem oder mehreren Krankenhäusern und versorgen dort bei Bedarf Patienten im Krankenhaus in Belegabteilungen. Einige der Intersektoralen Facharztzentren sind auch mit ambulanten Leistungen an Klinikstandorten tätig, sie haben dazu Räume vom Krankenhaus angemietet.

Zentren versorgen in der Fläche

Ende 2015 waren die Intersektoralen Facharztzentren an insgesamt fast 200 postalischen Adressen tätig. An einem postalischen Standort werden häufig mehrere Leistungsschwerpunkte vorgehalten, so dass die Zentren insgesamt über 300 Leistungsstandorte betreuten. Die Haupthäuser mit administrativer Funktion sind zumeist in Klein- und Mittelstädten angesiedelt, von dort werden periphere Standorte – in denen oft auch angestellte Ärzte tätig sind – koordiniert und betreut. Die Zentren tragen in dünn besiedelten Gegenden wie z.B. dem nordwestlichen Münsterland, dem Spessart, der ländlichen Region Brandenburgs und in Nordhessen so zu einer flächendeckenden augenmedizinischen Versorgung bei.

Anzahl der Standorte (nach Ort und Leistungsspektrum) aller
in der OcuNet Gruppe zusammengeschlossenen Zentren, Stand 31.12.2015
Anzahl der Standorte (nach Ort und Leistungs- spektrum) aller in der OcuNet Gruppe zusammengeschlossenen Zentren, Stand 31.12.2015


Menschen in den Zentren und Praxen

In den Intersektoralen Facharztzentren und unabhängigen Praxen arbeiteten per 31.12.2015 rund 1.000 Fachärzte für Augenheilkunde, davon 369 Fachärzte für Augenheilkunde in den 19 Zentren und rund 640 in den unabhängigen OcuNet Praxen. Das entspricht insgesamt rund 17 % aller in der ambulanten Versorgung tätigen Augenmediziner*. In den Zentren und selbstständigen Praxen arbeiteten zudem insgesamt rund 4.000 nichtärztliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon in den Zentren rd. 2.500.
*Quelle: Statistische Informationen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung per 31.12.2015

Zentren arbeiten interdisziplinär, bilden junge Mediziner weiter und engagierten sich bei wissenschaftlichen Projekten

Einige der Intersektoralen Facharztzentren sind interdisziplinär aufgestellt, dort arbeiten Augenärzte mit Anästhesisten, Allgemeinmedizinern, Internisten, Neurologen, Psychiatern, Psychologen, Orthopäden, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen und Neurochirurgen in einer Rechtsform zusammen. Die Intersektoralen Facharztzentren engagieren sich in der Weiterbildung junger Kolleginnen und Kollegen und bilden den ophthalmologischen Nachwuchs aus. Die Relevanz der Zentren als Weiterbildungsstätten steigt ständig, in 2015 waren 129 junge Mediziner beschäftigt. Das entspricht rund 10 % aller Weiterbildungsassistenten in der Augenheilkunde. Außerdem beteiligen sich die Zentren an wissenschaftlichen und anwendungsorientierten Projekten wie zum Beispiel einem gemeinsamen Qualitätsmanagement.