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Von guten sektorenübergreifenden Versorgungslösungen lernen

Es fehlt eine systematische Förderung guter sektorenübergreifende Versorgungsformen. Welche Formen sich bewähren, zeigt ein Fachbuch zu Best Practice der Intersektoralen Versorgung. Die portraitierten pragmatischen Versorgungslösungen reichen von sektoren- und berufsübergreifenden Kooperationen bis zur Integration aller Versorgungsaufgaben unter einem institutionellen Dach. In einem aktuellen Artikel „Best Practice der intersektoralen Versorgung: Was gibt es, was geht?“ im Chirurgen Magazin - BAO Depesche erläutert Frau Dr. Ursula Hahn, Mit-Herausgeberin des Fachbuchs, welche Merkmale mit Erfolg verbunden sind. Integrationen der verschiedenen Versorgungsebenen unter einem (unternehmerischen) Dach sind effizienter (und möglicherweise auch effektiver) als die Kooperation voneinander unabhängiger Praxen und Krankenhäuser.

Von atypischen Akteuren wie z.B. Stiftungen, Kostenträgern, Industrieunternehmen oder auch externen Kapitalgebern gehen innovative Impulse aus, sie leben aber auch mit dem Risiko des Scheiterns. Für die Herausgeberinnen überraschend war die Schwierigkeit, für vergleichsweise volumenstarke Varianten der sektorenübergreifenden Integration – konkret Ermächtigung, Hochschulambulanz und MVZ-Ketten in Krankenhausträgerschaft – Autoren zu finden. Alle Protagonisten von Best Practice Lösungen problematisieren die unzureichende Datenverfügbarkeit über die Sektorengrenze hinweg. Fazit: Die Auseinandersetzung mit den existierenden Versorgungslösungen lohnt sich gerade auch für die Politik – es lässt sich viel Honig für die Gestaltung von mehr sektorenübergreifender Versorgung saugen.

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