Klinische Studien und Versorgungsforschung

Klinische Studien

Die aktuellen von der OcuNet Gruppe umgesetzten klinischen Studien befassen sich mit folgenden für Patienten relevanten Fragestellungen.

Klinische Studie zur operativen Behandlung von Glaskörpertrübungen (Floaters)
Mitte 2016 wurde die bundesweite Studie der OcuNet Gruppe zur operativen Behandlung bei Glaskörpertrübungen (auch „Fliegende Mücken, Floaters oder Mouches Volantes“) beendet. Ziel war es, die Beeinträchtigung von Patienten mit solchen Glaskörpertrübungen im Rahmen der Therapie zu erfassen. Dazu wurde ein Fragebogen zur funktionellen Beeinträchtigung bei Floaters auf Basis des "Visual Quality of Life"-Fragebogens (VQoL) erarbeitet. Der VQol wurde 1998 von Frost NA et al vorgestellt (Frost, N.A., et al., Development of a questionnaire for measurement of vision-related quality of life. Ophthalmic Epidemiol, 1998. 5(4): p. 185-210.) Der Entwicklung der funktionellen Beeinträchtigung werden augenmedizinische Parameter gegenüber gestellt. Ziel ist, in künftigen Beratungsgesprächen den Nutzen besser den Kosten im Sinne von eventuellen Komplikationen bei der Operation gegenüber stellen zu können.
Derzeit werden die Ergebnisse ausgewertet, eine Veröffentlichung für Anfang 2017 wird angestrebt.

Klinische Studie zur Rotationsstabilität torischer Linsen
Mitte 2016 wurde eine weitere klinische Studie abgeschlossen: OcuNet prüfte im Rahmen dieser multizentrischen randomisierten klinischen Studie die Rotationsstabilität torischer Linsen. Eine stabile Lage der Linse nach der Operation ist für deren Erfolg entscheidend: bereits 10° Abweichung von der Zielachse heben 30 % der zylindrischen Wirkung auf. Anders als Vorgängerstudien wird die Lage bzw. eine eventuelle postoperative Rotation nicht subjektiv vom Behandler an der Spaltlampe gemessen, vielmehr wird sie mit Hilfe der „Toric Tracker Software“ der Firma Abbott Medical Optics objektiviert. Mit der Studie wird zudem der Einfluss eines Kapselspannrings auf die refraktive Genauigkeit und Rotationsstabilität der Tecnis Toric ZCT untersucht. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse wird Anfang 2018 angestrebt.